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«wird er [...] dem Gesetz, unter dem er angetreten -nämlich: Recht ist, was dem Volke nützt-, weiter folgen müssen. Dies ist die unvermeidliche und sicher vom Autor gewollte Schlusstofgerung: sie macht zugleich den Erfolg Buero Vallejos im heutigen Spanien verständlich»

 

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«In dreiBig Jahren sind aus den Eltern, die als junge Männer und Mädchen den Himmel voller Geigen hängen sahen, 'desperados' geworden. Man muss wohl Spanier sein, noch dazu aus Kastilien stammen, um ein so düsteres Stück zu schreiben. Darauf, dass es 'zutrifft', lässt die [...] Verleihung des Lope-de-Vega-Preises schlieBen»

 

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«Im Treppenhaus 'passiert' [...] diese Lebenslähmung einer Handvoll Existenzen. Das erinnert an den frühen Hauptmann [...] Vallejo registriert nur, und der Leser mag denken, das müsse in Dortmund einen zermürbenden, schrecklich monotonen Abend ergeben haben. Das war nun nicht der Fall. Vallejo streut in die Szene Farbakzente, einen kurz angeleuchteten, erzspanischen Charakter [...] oder eine komödiantisch aufblitzende Situation. Ein anderes Spanien, als wir es von Lorca, dem Andalusier, kennen, nimmt gefangen -ein prosaisches, kantiges, düster gestimmtes Spanien der Mietskasernen von Madrid.»

 

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«Bis auf das etwas ungelenk einsetzende erste Bild ist Willem Hoenselaars Regie der 'Geschichte' gerecht geworden. Vor allem war die gröBte Gefahr folkloristisch bunter Überzeichungen gebannt.»

 

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Vid. «Recuerdo de José María Camps» en Obra completa de Antonio Buero Vallejo, edición de Luis Iglesias Feijoo y Mariano de Paco, Madrid, Espasa Calpe, t. II, 1994, págs. 1020-1032.

 

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«In Rostock kommt es nur alle Jubeljahre einmal vor, dass sich der Applaus des Theaterpublikums bis zu rhythmischem Klatschen steigert. Bei der Premiere von Antonio Buero Vallejos Goya-Stück Der Traum der Vernunft konnte man dies seltene Ereignis verzeichnen. Hanns Anselm Perten inszenierte. Die Premiere galt als DDR-Erstaufführung, war aber eigentlich eine deutsche Erstaufführung, denn das Stück von Vallejo wurde auch in der Bundesrepublik bisher noch nicht gespielt.»

 

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«Perten hat durch seine Inszenierung die Atmosphäre der Bedrohung und des Terrors spürbar gemacht, die das Spanien Ferdinands VII. beherrschte, stellvertretend für alle anderen faschistischen Ordnungen [...] Dona Leocadia (wurde) in Rostock gespielt von Christine van Santen, der Gattin des Intendanten [...] Antonio Buero Vallejo [...] gilt als der bedeutendste lebende Dramatiker Spaniens. Sein Goya-Stück steckt voller theatralischer Möglichkeiten, die Perten nach Kräften genutzt hat.»

 

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«Die Problematik Goyas, meinte Vallejo in einem Interview [...] 'ist die des Bürgerkrieges, die eines Landes ohne effektive Formen des Zusammenlebens'.»

 

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Vid. Obra completa de A. Buero Vallejo, cit., t. II, 1994, p.1023.

 

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«Das Stück von Vallejo und die Rostocker Aufführung lassen den Zuschauer lange nicht los. Es war wohl das Eindrucksvollste, was er in dieser Spielzeit auf dem deutschen Theater bisher zu sehen bekam