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«SchlieBlich sind am Ulmer Erfolg drei Schauspieler beteiligt. Gabriele Kastner spielt die Adrienne [...], Greger Hansen ist Donato [...], Jürgen Schornagel spielt den David, den stolzen Blinden

 

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«Borchardts Inszenierung ist gelungen, aber nicht perfekt. Aus der despotischen, unnahbaren, religiösen Oberin hat er eine weinschlürfende, ordinäre Vettel, gemacht [...] Borchardt überzeichnet, streicht ihr Sätze, die sie menschlicher machen. Diese Karikatur ist unnötig, die Fronten sind schon bei Vallejo klar.»

 

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«Ein Stück spanischer Gegenwartsliteratur, eine theatralische Parabel, erlebte am selben Abend in Pforzheim und in Ulm die westdeutsche Erstaufführung, nachem das Stück 1962 in Spanien uraufgeführt und im Herbst 1977 in der DDR zum ersten Mal in deutscher Sprache gespielt worden war. Der Autor heiBt Antonio Buero Vallejo [...] der Dreiakter trägt den Titel Das Konzert zum Heiligen Ovid

 

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«Ort der Handlung ist Paris im Jahr 1771, also das vorrevolutionäre Frankreich. Doch da es sich um eine Parabel handelt, ist damit auch Spanien unter der Herrschaft Francos gemeint.»

 

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«David [...] wird auch im übertragenen Sinn sehend, er verkörpert den 'Anspruch auf Selbstverwirklichung des Individuums in einer Gesellschaft, die durch Abhängigkeitsverhältnisse gekennzeichnet ist».

 

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«Dabei ist es interessant, dass der Autor, der sagt, 'das Generalthema meiner Stücke ist der Konflikt zwischen Individuum und Kollektiv', den Konflikt in seiner Fabel im Bereich der Kunst mi Allgemeinen und der Musik im Besonderen konkretisiert und damit ausdrücken will, 'dass Kunst in keinem gesellschaftlichen Freiraum stattfindet, sondern wie jede Arbeit abhängig ist»

 

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La de G. Carrillo Herrera «En torno a algunas formas verbales en el teatro de Buero Vallejo», la de Klaus Pörtl «Buero Vallejo en el teatro español contemporáneo» y la mía «Un aspecto en la creación dramática de A. Buero Vallejo». Vid. la bibliografía adjunta.

 

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«De mi teatro» en Romanistisches Jahrbuch, Berlín, 30, 1979, págs. 217-227.

 

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«Das von Hanns Anselm Perten inszenierte Stück offenbart nachhaltig Bueros Fähigkeit, die groGen gesellschaftlichen Konflikte im Spanien dieser Jahre wie auch der faschistischen Vergangenheit in den LebenskonfliMen und individuelle n Entscheidungen seiner Figuren widerscheinen zu lassen. Hier zeigt sich, wie im Bewusstsein nationaler Verantwortung Kunst entsteht, die sich mutig politsch brisanten Themen stellt und eingreift in den widerspruchsvollen Prozess der Demokratisierung Spaniens

 

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«Die Inszenierung bringt die besonderen künstlerischen Mittel der Dramatik Vallejos, die tief verwurzelt sind in der Tradition spanischer Kunst, zu einer für uns ungewöhnlichen szenischen Wirkung: Die ¡ni Unterbewusstsein verbliebene Ahnung der Verantwortung (des Juan) [...] wird als [...] sich langsam erklärende Traumbilder und Visionen erlebbar.»